- Inspiration
- 3 mal 3 kulinarische Tipps in San Sebastián
Europa
3 mal 3 kulinarische Tipps in San Sebastián
basierend auf einem Text von Lonely Planet International
In der spanischen Stadt zwischen Meer und Bergen können Leckermäuler in jeder Hinsicht aus dem Vollen schöpfen: Steaks und Schinken kommen hier genauso frisch auf den Tisch wie Fisch, Muscheln & Co. Hier sind 3 mal 3 kulinarische Tipps für San Sebastián. Que aproveche!
Pintxo-Bars
La Cuchara de San Telmo
Hervorragend essen und damit Gutes tun? Geht! Ein Teil der Einnahmen dieser (stets rappelvollen) Bar fließt an eine Hilfsorganisation. Da schmecken die baskischen Tapas (Pintxos) wie "carrílera de ternera al vino tinto" (Kalbsbacke in Rotwein) gleich doppelt lecker (Calle 31 de Agosto 28).
Bar Borda Berri
Diese Bar ist bei den Einheimischen sehr beliebt: Angeblich gibt's hier die besten Pintxos der Stadt! Vielleicht ist das so, weil sie in der "Bar Borda Berri" à la minute zubereitet werden. Da es keine Tische gibt, nehmen hungrige Gäste am Tresen Platz. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen krosse Schweineohren. Die besten Tages-Specials? Der nette Service hilft gern (Calle Fermín Calbetón 12).
Bergara Bar
Im angesagten Gros-Viertel, das zwischen dem Fluss Urumea und dem Berg Ulia liegt, gibt es zahlreiche fantastische Pintxo-Bars. Viele San Sebastiáner überlassen die Altstadt deshalb neuerdings gern den Touristen und machen es sich hier gemütlich. Zum Beispiel in der "Bergara Bar", auf deren Tresen sich die kleinen Köstlichkeiten allabendlich auf den Tellern stapeln (Calle General Artetxe 8).
Sterneküche
Arzak
Das mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant von Juan Mari Arzak gehört zu den besten Spaniens. Gekocht wird die viel gepriesene "Nueva Cocina Vasca". Im originellen Degustationsmenü etwa wird ein "Ei-Erdbeben" serviert - pochiertes Ei mit Brotkrümeln und Olivenöl-Pulver (Avenida Alcalde José Elosegui 273,, arzak.info).
Martín Berasategui Restaurant
Martín Berasategui erkochte sich mit nur 26 Jahren schon seinen ersten Michelin-Stern - mittlerweile hat der 54-Jährige drei davon. Der am Stadtrand gelegene Kulinariktempel des Star-Kochs ist weltberühmt. Seine Experimentierfreude merkt man Gerichten wie dem über heißer Asche gegrillten Seehecht-Filet auf Zucchini-Perlen an (Calle de Loidi 4, Lasarte-Oria, martinberasategui.com).
Akelaŕe
Wie in den meisten Lokalen, die die neue baskische Küche zelebrieren, geht es auch im "Akelaŕe" vor allem darum, frische regionale Zutaten möglichst überraschend zuzubereiten. Auf der Karte stehen Kreationen wie die "Entsalzte Kabeljau-Box": kristallisierter Kabeljau auf essbaren Holzspänen mit Fisch-Kutteln und Tomaten. Vom Speiseraum blickt man über die Bucht von Biscaya - ein Traum! (Paseo Padre Orcolaga 56, akelarre.net)
Meeresfrüchte
Bodegón Alejandro
Nahe dem "Mercado de la Brexta" wird mit typisch regionalen Zutaten gekocht. Auf der Karte stehen neue baskische Klassiker wie warmer Seespinnensalat, mit Tintenfisch gefüllte Babytomaten und gebackener Hummer. Schön: die lässige Atmosphäre (Calle de Fermín Calbetón 4, Hauptgerichte ab ca. 17 €, bodegonalejandro.com).
Mariñela
Hier kommt der Fisch so fangfrisch auf den Tisch, dass er quasi noch zappelt! Aber das "Mariñela" liegt ja auch direkt am Hafen. Obwohl man dort recht kostspielig speist, zählt es zu den beliebtesten Lunch-Locations der Stadt. Sensationell: die im Holzofen gegrillten Sardinen und Mini-Tintenfische (Paseo del Muelle 15).
Kaskazuri
Im schmucken "Kazkazuri" dreht sich alles um Meeresfrüchte. Passend zur Örtlichkeit, denn das Lokal liegt auf einer Plattform, von der man direkt aufs blaue Meer hinausträumen kann. Köstlich: das Menú del día, das etwa aus gegrilltem Kabeljau mit Muschelsauce und Filet vom Iberico-Schwein mit Ananas-Chutney besteht (Paseo de Salamanca 14, Drei-Gänge-Menü ab ca. 22 €, kaskazuri.com).
San Sebastián Basics
Hinkommen
Per Flug: Der nächste internationale Flughafen ist Bilbao (100 km entfernt). Lufthansa fliegt ab Frankfurt (lufthansa.com), Vueling ab verschiedenen deutschen Städten (vueling.com). Vom Flughafen Bilbao fährt der Pesa-Bus direkt nach San Sebastián (ca. 1,5 Std., 17 €, pesa.net).
Per Bahn: Deutlich entspannter reist du mit dem TGV von Paris (5 Std.) oder per Renfe von Madrid (5,5 Std.). Die Verbindungen sind komfortabel und bringen dich direkt ins Stadtzentrum.
Vor Ort: San Sebastián erkundest du am besten zu Fuß – die Altstadt ist winzig und alles liegt nah beieinander. Für längere Strecken oder Ausflüge lohnt die San Sebastián Card: Sie bietet kostenlosen ÖPNV, Ermäßigungen bei Sehenswürdigkeiten und eine Stadtrundfahrt (3-Tage-Karte ca. 25 €, 5-Tage-Karte ca. 35 €, sansebastianturismo.com).
Tipp: Das Bizi-Bike-Sharing-System ist perfekt für kurze Strecken zum Strand oder zu den Aussichtspunkten Monte Igueldo und Monte Urgull.
Übernachten
Budget (bis 100 €)
- Pensión Amaiur - Charmante Unterkunft in einem dreistöckigen Stadthaus der Altstadt. Jedes Zimmer ist individuell gestaltet – mal mit nostalgischen Blümchen-Tapeten, mal mit farbenfrohen Vintage-Möbeln. Authentisches Baskenland-Feeling zu fairen Preisen (DZ ab ca. 85 €, pensionamaiur.com).
Mittelklasse (100-200 €)
- Hotel Niza - Traditionsreiches Hotel direkt am Playa de la Concha mit spektakulärem Meerblick. Die Belle-Époque-Fassade beherbergt komfortable Zimmer, von denen viele auf die berühmte Muschelbucht blicken. Perfekte Lage für Strand- und Stadtbummel (DZ ab ca. 150 €, hotelniza.com).
Luxus (ab 200 €)
- Hotel Villa Favorita - Elegante Villa aus dem 19. Jahrhundert oberhalb der Stadt mit panoramischem Blick über die Bucht. Individuell gestaltete Zimmer, gepflegte Gärten und diskreter Service machen dieses Boutique-Hotel zu einer Oase der Ruhe (DZ ab ca. 280 €, villafavorita.com).
Insider-Tipp: San Sebastián ist besonders im Sommer und während des Filmfestivals (September) sehr teuer. Buche früh oder weiche auf nahegelegene Orte wie Zarautz aus. Viele Hotels bieten Pakete mit Pintxos-Touren oder Kochkursen an.