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Fidschi Inseln

Das kaum bekannte Südsee-Paradies

Digital Redaktion
basierend auf einem Text von Stephan Goldmann
vom 22.04.2026
© Not Lost Not Found, Shutterstock

Weiße Strände, bunte Korallenriffe und koloniale Bauten - die Fidschi Inseln sind ein kleines Paradies, verloren im Südpazifik. Wir entdecken seinen Charme.

Zieht man auf der Landkarte von Neuseeland aus einen geraden Strich nach Norden, trifft der Stift nach 1.770 Kilometern auf die Fidschi Inseln: 332 kleine und große Eilande, die ihre Existenz den feurigen Aktivitäten der Pazifik-Vulkane verdanken. Aus Europa oder gar Deutschland verirren sich nur wenige Touristen auf dieses Inselparadies. Es ist eben wirklich am anderen Ende der Welt und kaum bekannt. Aber genau das suchen ja einige Reisende. Daher stellen wir von Lonely Planet dir das Archipel in diesem Beitrag einmal in all seinen Facetten vor.

Eine pulsierende Hauptstadt der Fidschi Inseln: Suva, Viti Levu

Sacred Heart Cathedral in Suva auf den Fidschi Inseln© maloff, Shutterstock
Sacred Heart Cathedral in Suva auf den Fidschi Inseln

Rund ein Zehntel der Bevölkerung der Fidschi Inseln versammelt sich in der Hauptstadt Suva, auf Fidschis größter Insel Viti Levu. Wer durch die belebten Straßen zieht, sieht sich einem Stilmix aus modernen Bauten und Gebäuden der englischen Kolonialzeit ausgesetzt. Im zentralen Markt der Stadt bieten Händler Früchte und Fische an, Imbissbuden und Kunsthandwerker bezirzen den Besucher mit heimischen Gerichten und Souvenirs.

In Suva befindet sich zudem ein botanischer Garten, auf dessen Gelände das Völkerkundemuseum der Fidschis und ein sehenswerter Uhrturm stehen. Von Suva aus verkehren Fähren zu den kleineren Nachbarinseln. Und natürlich gibt es nahe der Stadt jede Menge Sandstrände.

Ein Stück Indien auf den Fidschi Inseln: Sri Siva Subramaniya Tempel, Viti Levu

Sri Siva Subramaniya in Nadi auf den Fischi Inseln© Henryk Sadura, Shutterstock
Sri Siva Subramaniya in Nadi ist der größte Hindu-Tempel auf der südlichen Erdhalbkugel.

Alt ist er noch nicht: 1976 wurde der Sri Siva Subramaniya Tempel in seiner jetzigen Form eingeweiht. Und dennoch ist er nicht nur ein farbenfroher Hingucker. Er steht auch für die indische Minderheit auf den Fidschi Inseln. Denn als die Briten noch Kolonialherren waren, zogen sie viele Arbeitskräfte aus ihrer anderen Kolonie Indien mit an.

Die Briten sind lange fort, aber die Inder leben hier noch immer als eine Minderheit. Der Konflikt zwischen den Ureinwohnern und den Indern führte leider in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalt. Doch im Augenblick scheint der Konflikt gelöst.

Der Tempel kann gegen eine kleine Gebühr besichtigt werden. Er steht im Ort Nadi an der Westküste der Hauptinsel.

Ein Ort wie im Wilden Westen: Levuka, Ovalau

Bunte Straße in Levuka auf den Fidschi Inseln© maloff, Shutterstock
Bunte Straße in Levuka auf den Fidschi Inseln.

Die ehemalige Hauptstadt Fidschis, während der britischen Kolonialzeit, war Levuka. Sie hat sich bis heute ein ganz eigenes Flair bewahrt, denn die Fronten vieler Häuser erinnern stark an Städte des einstigen Wilden Westens der USA: bunte Holzbauten mit Flach- und Vordach an einer Straße aufgereiht. Wo einst berüchtigte Seefahrerspelunken standen geht es heute gesittet zu. Krimskrams-Läden, Snackbuden und andere Geschäfte haben sich in den Häusern breit gemacht.

Dass Levuka etwas Besonderes ist, hat die UNESCO mittlerweile verbrieft: Die Siedlung ist die derzeit einzige Welterbestätte der Fidschi Inseln.

Traditionelle Häuser des Dorfes Navala der Insel Viti Levu, Fidschi Inseln© Don Mammoser, Shutterstock
Traditionelle Häuser des Dorfes Navala.

Vielleicht muss man es schon als eine Art Freiluftmuseum ansehen, das Dorf, das hier oben im Nausori-Hochland im Norden der Hauptinsel Viti Levu steht. Denn die Dorfgemeinschaft baut immer noch die traditionellen Fidschi-Häuser aus Bambus, Bast und Stroh. Statt einer Mikrowelle wärmt im Inneren der Hütten noch immer eine traditionelle Feuerstelle das Essen auf. Dazu kommt noch: Das Dorf ist umgeben von einer wunderbaren Berglandschaft.

Eine Fidschi Insel voller Dschungel: Taveuni

Tavoro Wasserfälle im Nationalpark Bouma auf der Insel Taveuni, Fidschi Inseln© Don Mammoser, Shutterstock
Tavoro Wasserfälle im Nationalpark Bouma.

Die drittgrößte Fidschi Inseln heißt Taveuni und bezeichnet sich selbst als die Garteninsel. Sie ist bedeckt mit üppigem Regenwald und umgeben von wunderschönen Korallenriffen. Geführte Touren bringen den Besucher in den Dschungel - und natürlich auch wieder heraus.

Wasserfälle sind übrigens häufig anzutreffen. Einer der berühmtesten liegt bei Waiyevo: die Waitavala Water Slide. Mutige lassen sich hier die steinerne Naturrutsche hinabspülen.

Ein Tauchspot in pazifischer Wärme: Great Astrolabe Reef, Kadavu

Riffhai in der Beqa Lagune auf den Fidschi Inseln© Aquarius Traveller, Shutterstock
Riffhai in der Beqa Lagune auf den Fidschi Inseln.

Die viertgrößte Fidschi Insel heißt Kadavu. An deren Nordküste befindet sich das Great Astrolabe Reef, eines der größten Riffe der Welt. Es ist nur eben nicht so bekannt wie etwa das Great Barrierer Reef - gut für Taucher, die gerne weniger Trubel um sich herum haben.

Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 32 Grad lässt es sich hier angenehm in die Unterwasserwelt abtauchen. Mit etwas Glück trifft man unter Wasser Mantas, Schildkröten, Riffhaie und andere Schönheiten des Meeres.

Neben dem Great Astrolabe Reef gibt es natürlich noch viele weitere Tauchreviere auf den Fidschi Inseln. Zum Beispiel die für ihre Bullenhaie bekannte Beqa Lagune.

Eine Welt wie für Robinson: Mamanuca & Yasawa Inseln

Nacula Bay auf den Yasawa Inseln auf Fidschi© rui vale sousa, Shutterstock
Paradiesischer geht's nicht: die Yasawa Islands.

Westlich der beiden großen Fidschi Inseln Viti Levu und Vanua Levu ziehen sich zwei Inselgruppen wie an einer Perlenkette aufgereiht entlang. Die Mamanucas liegen der Hauptinsel etwas näher und bieten daher mehr Action: Surfen und andere Wassersportarten. Die nördlichen Yasawas sind eher abgeschiedene Vorposten im Pazifik. Hier herrscht Ruhe an himmlischen Stränden und Lagunen.

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