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Europa
Kopenhagen für Sparfüchse
Das gibt's kostenlos in der dänischen Hauptstadt
basierend auf einem Text von Elena Rudolph
Anschauen, Entdecken und Essen in Kopenhagen - bei all dem kannst du richtig sparen, wenn du weißt, wie.
Die dänische Hauptstadt ist nicht gerade bekannt als preisgünstige Destination. Was aber viele nicht wissen: Es gibt dort zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten, die man kostenlos besichtigen kann.
Kopenhagen anschauen
Statens Museum for Kunst
Dänemarks Nationalgalerie von 1896 beherbergt europäische Kunst aus sieben Jahrhunderten, darunter Werke von Rubens, Matisse, Picasso und Munch. Besonders schön sind neben der Kinderabteilung und dem Café die gelegentlichen Konzerte im Skulpturengarten (Sølvgade 48–50, Eintritt frei, smk.dk).
Davids Samling
Die private Kunstsammlung des inzwischen verstorbenen Rechtsanwalts C. L. David umfasst eine große Kollektion islamischer Kunst, aber auch moderne Werke dänischer Maler. Sehenswert sind in der Nähe außerdem das Rosenborgschloss sowie der Botanische Garten, der sich schräg gegenüber befindet (Kronprinsessegade 30–32, Eintritt frei, davidmus.dk).
Rundetårn
Ein langer Spiralgang (ohne Treppen!) führt zu der Aussichtsplattform, von der man in 35 Metern Höhe einen fantastischen Blick über die Stadt hat. Ein Erlebnis sind auch die Konzerte und Ausstellungen, die in dem „Runden Turm“ stattfinden, der einst als Observatorium für den Astronomen Tycho Brahe errichtet wurde. Der Zutritt ist nicht kostenfrei, es wird ein kleiner Eintritt erhoben (Købmagergade 52A, rundetaarn.dk).
Kopenhagen entdecken
Christiania
Seit ihrer Gründung im Jahr 1971 sorgt die auf einem ehemaligen Militärgelände errichtete alternative Wohnsiedlung inmitten der Innenstadt für reichlich Gesprächsstoff. Nicht zuletzt, weil dort der Cannabiskonsum zwar nicht legal, aber weitgehend toleriert ist. Viele der rund 1000 Aussteiger betreiben Bio-Lokale und Galerien in Christiania – Besucher erleben Hippie-Flair vom Feinsten (christiania.org).
Frederiksberg Have
Der im 17. Jahrhundert angelegte Park des ehemaligen Königsschlosses Frederiksberg ist einer der romantischsten Orte der dänischen Hauptstadt. Die breiten Alleen und geschwungenen Pfade, die künstlich angelegten Bachläufen folgen, laden zum Spazierengehen ein. Man kann aber auch auf einem See Boot fahren, durch Wälder streifen oder sich auf einer der gepflegten Grünflächen zum Picknicken niederlassen (Frederiksberg Runddel, Eintritt frei, slks.dk).
Kopenhagens Kanäle
Es regnet und stürmt? Dann ist eine Tour mit einem der überdachten Boote durch Kopenhagens Kanäle genau das Richtige! Die Routen der öffentlichen Hafenbusse fahren entlang einiger der bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie der Oper und dem bilderbuchschönen Nyhavn. Es gibt aber auch geführte Kanaltouren, auf denen man zum Beispiel mit Live-Jazz begleitet wird (stromma.dk).
Kopenhagen schmecken
Lagkagehuset
In dieser beliebten Bäckerei gibt es exzellente Sandwiches und herrlich klebrig-süßes Gebäck, aber auch ausgefallene Rugbrød‑, also Schwarzbrot‑Kreationen. Probiere himmlische Kanelsnegle (Zimtschnecken) und Kartoffelkuchen (Kartoffelkage) mit Vanillecreme: lækker! (Torvegade 45, Christianshavn, lagkagehuset.dk)
Morgenstedet
Gebratenes Gemüse mit Naturreis, Tofu‑Pilz‑Pfanne, überbackenes Kartoffel‑Gratin: In der Freistadt Christiania verwöhnt dieser Vegetarier‑Club seit Jahrzehnten seine Gäste. Auf den Tisch kommen ausschließlich fleischlose Gerichte und Salate, die mit Gemüse aus regionalem, biodynamischem Anbau zubereitet werden (Fabriksområdet 134, morgenstedet.dk).
Restaurant Cofoco
Das freundlich‑hell eingerichtete „Cofoco“ ist eines der Top‑Restaurants Kopenhagens und trotzdem bezahlbar. Das ausgezeichnete Probier‑Menü kombiniert kreative nordische Küche mit internationalen Einflüssen – etwa Meeresfrüchte, geschmortes Fleisch und saisonales Gemüse in raffinierten Variationen (Abel Cathrines Gade 7, Vesterbro, cofoco.dk).
Extra-Spar-Tipps in Kopenhagen
Assistens Kirkegård
Auf dem Friedhof im Stadtteil Nørrebro ruhen unter anderem der Dichter Hans Christian Andersen, der Philosoph Søren Kierkegaard und der Physiker Niels Bohr. Die Anlage wird heute auch als Park genutzt und ist eine friedliche grüne Oase mitten in der Stadt.
Folketinget
Das dänische Parlament im Christiansborg Slot bietet weiterhin kostenlose Führungen, allerdings finden diese mehrmals wöchentlich, nicht nur sonntags, statt. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.
Ny Carlsberg Glyptotek
Die von Bierbrauer Carl Jacobsen gegründete Kunstgalerie bietet freien Eintritt am letzten Mittwoch im Monat (nicht mehr jeden Sonntag). Präsentiert werden antike Skulpturen und bedeutende Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.
Kleine Meerjungfrau
Kostenlos ist natürlich weiterhin der Besuch der berühmten Statue am Langelinie Kai – ein Muss für alle Kopenhagen‑Besucher.
Amager Strand
Bei gutem Wetter lohnt ein Abstecher an den rund fünf Kilometer langen Amager Strand. Das künstlich angelegte Lagunenareal mit Sandstrand, Promenade und Badestegen ist frei zugänglich und bequem mit der Metro erreichbar.